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Eine kritische Sicherheitslücke, die einen großteil der Server weltweit betreffen soll, ist bekannt geworden. Es handelt sich dabei um eine Schwachstelle in EDK II, dem Open-Source-Code, der vielen UEFI-Firmwares als Basis dient. Die UEFI-Firmware ist der Nachfolger von BIOS und startet beim Einschalten eines Computers noch vor dem Betriebssystem. Auf diesen Code setzen laut Ars Technica die meisten UEFI-Anbieter wie AMI, Insyde und Phoenix.

Konkret befindet sich die Sicherheitslücke in EDK II im ICMP-Code des PXE-Netzwerkstarts (CVE-2026-97631). Die Lücke erreicht auf der Schweregradskala CVSS 4.0 9,5 von 10 Punkten. Mit aktiviertem PXE starten Computer über ein Netzwerk statt von einer eingebauten Festplatte oder SSD.

Angreifer können aufgrund einer fehlerhaften Speicherbegrenzung bei dieser Art von Start per PXE eigenen Code ausführen, bevor das Betriebssystem und Schutzmechanismen wie Secure-Boot starten. Jedoch benötigen sie dazu Zugang zu dem entsprechenden Netzwerk. Nicht betroffen sind Computer, die von Festplatte oder SSD aus starten.

Admins sollten prüfen, ob Systeme per PXE starten und ob die Firmware auf EDK II basiert. Falls nicht benötigt, sollten sie PXE deaktivieren, bis ein entsprechendes Firmware-Update installiert ist.

(ts, hannover)

(siehe auch: Heise-News-Ticker)

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