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OpenSSL, die
quelloffene Kryptografiebibliothek, wurde in Version 4.1.0 veröffentlicht
und unterstützt nun DTLS 1.3.
Laut der OpenSSL-Dokumentation
basiert DTLS 1.3 auf TLS 1.3, sichert aber die Kommunikation über
Datagrammprotokolle wie UDP ab. Zudem beherrscht die SSL-Listener-API
von OpenSSL nun DTLS. Jedoch weist die Implementierung noch vier
Fehler auf.
Weiterhin ist GREASE nach RFC 8701 neu. In den TLS-Handshake streut
dieser Mechanismus reservierte Platzhalterwerte ein, die sich nicht
aushandeln lassen. Unbekannte Angebote soll die Gegenstelle ignorieren,
statt den Handshake abzubrechen. Somit soll verhindert werden, dass
TLS-Implementierungen an künftigen Protokollerweiterungen scheitern.
Das Team hat zudem die Post-Quanten-Verfahren ML-DSA für digitale
Signaturen und ML-KEM für die Schlüsselvereinbarung per
Schlüsselkapselung optimiert. Auch eine Schlüsselableitungsfunktion
für IKEv2 ist neu. Aus dem gemeinsamen Geheimnis des Diffie-Hellman-Austauschs
leitet sie die Schlüssel ab, die das Protokoll benötigt.
In den Release
Notes zu OpenSSL 4.1.0 sind alle Änderungen und bekannten
Fehler zu finden.
(ts, hannover)
(siehe auch: Heise-News-Ticker)
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