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Mindestens acht CA-Zertifikate samt privaten Schlüssel sind
bei der niederländisch-indischen Zertifizierungsstelle eMudhra
kompromittiert. Damit konnten sich Angreifer TLS-Zertifikate für
beliebige Domains, etwa q3k.google.com, ausstellen. Die Zertifikate
wurden bereits von den großen Browserhersteller gesperrt.
Eine Gefahr für Endanwender bestand wohl keine.
Am 17. Oktober wurde dieser Vorfall von einem Mitglied der
Community den Browserherstellern Mozilla und Chrome gemeldet.
Grund für den Vorfall ist, dass eMudhra für die privaten
Schlüssel leicht zu erratende Werte gewählt hatte. Zwischen
den Zahlen 0 und 255 liegen alle acht Werte. Somit beträgt
die Länge dieser privaten Schlüssel bei jeweils 8 Bit.
Dieser Vorfall wirft ein ungünstiges Licht auf die CA, da
eMudhra das private Schlüsselmaterial für gleich acht
dieser Zertifikate auf derart unsichere Weise erstellte. In der
Regel sind Zertifizierungsstellen aufgrund der strengen Baseline
Requirements des CA-Browser Forums (CA/B) zu sehr strengen
Sicherheits- und Compliance-Prozessen verpflichtet, um solche Vorfälle
zu vermeiden.
(ts, hannover)
(siehe auch: Heise-News-Ticker)
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