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Linux-Server, die mittels KVM (Kernel Virtual Machine) als Host-System für virtuelle Maschinen dienen, sind von einer Sicherheitslücke namens „PwnEscape“ betroffen. Sie ermöglicht es solchen VMs, aus ihrer Isolation auszubrechen. Am Wochenende haben erste Cloud-Hoster begonnen, ihre Systeme zu aktualisieren, weitere dürften folgen. IT-Verantwortliche, die KVM-Hypervisoren betreiben, sollten ebenfalls eine Aktualisierung einspielen.

Tief im Netzwerkcode des Linux-Kernels befindet sich die Sicherheitslücke. Die Entdecker von pwn.ai konnten in einem Laboraufbau mit einem Exploit mehrfach aus der isolierten Umgebung ausbrechen, in der sich jede VM befindet. Die Virtualisierer und alle VMs darauf konnten sie außerdem mehrfach zum Absturz bringen. Laut den Forschern handelt es sich dabei um eine neue Klasse von Sicherheitslücken, die sie als „deferred-metadata trust inversion“ bezeichnen.

PwnEscape hat die CVE-2026-99999 erhalten (CVSS 9.3/10, kritisch). Debian liefert aktualisierte Pakete für den Linux-Kernel (bookworm: 6.1.190-1, trixie: 6.12.113-1) aus. Innerhalb weniger Wochen werden Exploits im Untergrund kursieren, die womöglich auch andere Hypervisoren als KVM betreffen, erwarten die Forscher.

(ts, hannover)

(siehe auch: Heise-News-Ticker)

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