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Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung,
das Bundesministerium des Innern und das Bundesamt
für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) haben fristgerecht
die von den EU-Vorgaben geforderte nationale Roadmap für die
Umstellung auf quantensichere Verfahren geschaffen.
Das BSI hat am 12. Oktober die entsprechende Leitlinie
zur Umstellung auf PQC veröffentlicht. Der relevante
Inhalt des Dokumentes füllt gerade einmal vier Seiten. Darin
wird unter anderem ausgesagt, dass der Drei-Stufen-Plan der EU inklusive
der dort genannten Fristen jetzt auch für Deutschland gilt.
Die zuständigen Gremien sollen noch vor Ende 2026 diese Fristen
verbindlich übernehmen, beispielsweise für die Bundesverwaltung,
die Länder und die Kommunen.
Auf EU-Ebene wurde das Thema Umstellungsfristen schon früh
diskutiert, um einen nationalen Post-Quanten-Alleingang zu vermeiden.
Für die Umstellung auf Post-Quanten-Kryptografie veröffentlichten
die EU-Mitgliedsstaaten im Juni 2025 ihre Roadmap. Die gemeinsame
Kernaussage lautet, dass Anwendungsfälle mit hohem Risiko bis
Ende 2030 und solche mit mittlerem Risiko bis Ende 2035 quantensicher
sein sollen.
Die EU-Roadmap sieht einen Drei-Stufen-Plan vor. Jedes EU-Mitglied
soll bis Ende 2026 eine nationale Roadmap erstellen. Zudem sollen
innerhalb dieser Frist Pläne entwickelt und Pilotprojekte gestartet
werden, die Anwendungsfälle mit hohem und mittlerem Risiko
betreffen.Die Post-Quanten-Umstellung soll bis Ende 2030 für
Anwendungsfälle mit hohem Risiko abgeschlossen sein. Die Pläne
und Piloten für Anwendungsfälle mit mittlerem Risiko sollen
vorliegen. Zudem sollen Upgrades zu quantensicherer Software und
Firmware standardmäßig möglich sein. Die Post-Quanten-Umstellung
für Anwendungsfälle mit mittlerem Risiko soll dann bis
Ende 2035 abgeschlossen sein. Sofern praktikabel, gilt gleiches
für Anwendungsfälle mit niedrigem Risiko.
(ts, hannover)
(siehe auch: Heise-News-Ticker)
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