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Systeme mit dem Virenscanner ClamAV
sind angreifbar und in den meisten Fällen können Attacken
den Scanner stilllegen. Die Entwickler haben in zwei reparierten
Versionen nun acht Sicherheitslücken geschlossen.
Angreifer können in sieben Fällen nach erfolgreichen
Attacken DoS-Zustände und somit Abstürze des Scanners
auslösen, wie aus dem Sicherheitsbereich
der ClamAV-Website hervorgeht. Ein Ausfall des Virenschutzes
kann fatale Folgen haben, da ClamAV in der Regel auf Mailservern
und Gateways läuft.
Die Angriffe können aus der Ferne und ohne Authentifizierung
durchgeführt werden. Daher wurden die DoS-Schwachstellen mit
dem Bedrohungsgrad hoch eingestuft.
Im Zuge der Verarbeitung von RAR-Archiven kann es unter Windows
sogar zur Ausführung von Schadcode kommen (CVE-2025-8088 hoch).
In der Regel gelten Systeme dann als vollständig kompromittiert.
Laut Cisco, zu dem ClamAV organisatorisch gehört, keine Hinweise
auf laufende Angriffe. Allerdings existieren für zwei Schwachstellen
(CVE-2026-20337, CVE-2026-20338) bereits Proof-of-Concept-Code,
sodass Attacken bevorstehen können. Daher sollten Verantwortliche
die Sicherheitsupdates möglichst zeitnah installieren. Die
Ausgaben 1.4.6 und 1.5.4 sollen laut den Entwicklern abgesichert
sein.
(ts, hannover)
(siehe auch: Heise-News-Ticker)
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