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Am Dienstag dieser Woche haben IBM-Aktien
rund ein Viertel ihres Börsenwertes eingebüßt. Seit
IBMs Börsengang vor ungefähr 111 Jahren ist dies der schlimmste
Fall des Wertpapiers an einem einzelnen Handelstag. Die außerplanmäßige
Veröffentlichung vorläufiger Finanzzahlen, die nicht den
Erwartungen des Finanzmarktes entsprechen, ist Auslöser. Zwar
ist der Umsatz im Jahresabstand gestiegen, aber nicht so stark,
wie Analysten erwartet hatten.
Der Konzernchef Arvind Krishna hat Dienstagmorgen (Ortszeit New
York) einen offenen
Brief an die IBM-Aktionäre herausgegeben. Ich möchte
die Zeit nehmen, zu erklären, was wir in dem Quartal erlebt
haben, das zu dem Minderertrag bei Software und Infrastruktur geführt
hat, den Sie (in den Zahlen) sehen. IBM hat im zweiten Quartal
z17 herausgebracht - eine neue Generation seiner Mainframes. IBM
habe zwar mit einem Umsatzrückgang der Infrastruktur-Sparte
gerechnet, da sich neue Großrechner erst bewähren müssen,
aber nicht mit dem letztendlichen Minus von sieben Prozent.
Der durch den KI-Boom ausgelöste Preisanstieg bei Servern
und Speicher (Chipflation) sei der Grund für die
unerwartet schleppende Nachfrage. Zudem habe die rasch verschlechternde
IT-Sicherheitslage potenzielle Mainframe-Käufer abgelenkt.
Krishna weiter: Wir haben uns nicht schnell genug angepasst
und bewegt. Zahlreiche große Verträge sind
nicht im erwarteten Zeitraum zustande gekommen, was den Großteil
unseres Minderertrags ausmacht. Das sind keine Ausreden, aber Realitäten.
Noch ist IBMs Quartalsbuchhaltung nicht abgeschlossen. Die Werte
können sich bis zur planmäßigen Veröffentlichung
umfangreicherer Zahlen am 22. Juli noch ändern.
(ts, hannover)
(siehe auch: Heise-News-Ticker)
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