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Am Sonntag erschien der neue Kernel Linux 7.1. Es bringt einen modernen NTFS-Treiber und aktiviert Intels FRED (Flexible Return and Event Delivery) standardmäßig. Im Entwicklungsprozess kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz.

Der neue NTFS-Treiber wurde als moderne grundlegende Neuimplementierung in den Kernel integriert. In Linux 6.9 wurde der ursprüngliche alte „nur lesen“-Kernel-Treiber entfernt und der neue Treiber erhält nun denselben Namen "ntfs" wie der alte. Der neue Treiber bietet native Schreibunterstützung im Kernel. Der Umstieg auf iomap ist eine zentrale technische Änderung. Anstelle von buffer_head-basierten Pfaden nutzt der neue Treiber die moderne Speicherverwaltungsabstraktion des Kernels, Folios. Zudem implementiert der neue Treiber für Schreibzugriffe "Delayed Allocation".

Neu im Kernel ist auch, dass auf unterstützten x86_64-Systemen standardmäßig Intels „Flexible Return and Event Delivery“ (FRED) aktiviert ist. FRED modernisiert den Übergang zwischen Benutzer- und Kernelmodus sowie die Behandlung von Interrupts, Exceptions und anderen Ereignissen. So verspricht FRED niedrigere Latenzen bei Systemaufrufen, Interrupts und Exceptions und reduziert zugleich alte x86-Sonderfälle im Entry-Code.

Wie übblich steht der neue Kernel unter kernel.org zum Download bereit.

(ts, hannover)

(siehe auch: Heise-News-Ticker)

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