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Am 5. Mai um 21:43 kam es für Domainen mit ".de"
zu Problemen, sofern der verwendete DNS-Server DNSSEC-Signaturen
validierte. In der Nacht nach 1 Uhr konnte das Problem behoben werden.
DENIC eG verwaltet
diese Domains und ist für die DNSSEC-Konfiguration der Zone
.de verantwortlich.
DENIC schreibt dazu in einem Blogbeitrag, dass die DNS-Server die
Software Knot
nutzen, ein Open-Source-Serverdienst, der von der tschechischen
Domain-Verwaltungsorganisation CZ.NIC, Verwalterin der Domain .cz,
gepflegt wird. Knot läuft bei der DENIC zusammen mit Eigenentwicklungen
in Verbindung mit Hardware Security Modulen (HSMs). Diese
Infrastruktur habe man im April 2026 auf die dritte Generation umgestellt.
Am 2. Mai wurde mit dem Tausch des Zone-Signing-Keys begonnen.
Es wurde ein öffentlicher Schlüssel mit der ID 33834 veröffentlicht.
Allerdings befand sich im selbstentwickelten Teil des Codes ein
Fehler, der dazu führte, dass auf den Servern gleich drei Schlüsselpaare
mit dem Tag 33834 erzeugt wurden. Das Fehlerbild entstand, als dieser
Schlüssel erstmals benutzt wurde, um SOA-Einträge zu signieren.
Mit Werkzeugen wie dnsviz.com
konnte dies nachverfolgt werden. Der korrekte private Schlüssel
wurde nur von einem Teil der sechs DENIC-Nameserver genutzt, der
zum öffentlichen Schlüssel passte, die anderen lieferten
immer ungültige Signaturen aus.
Die DENIC-Verantwortlichen erläutern, dass ein Codeabschnitt
in der selbstgebauten Software durch die Testszenarien nicht
vollständig abgedeckt wurde und darum weder bei Testläufen,
noch im kalten Parallelbetrieb vor der Inbetriebnahme
als defekt erkannt wurde. Sie betonen, dass man gleich drei
Prüfwerkzeuge auf die Zone anwende, die auch alle angeschlagen
haben die Meldungen wurden allerdings nicht korrekt
verarbeitet.
(ts, hannover)
(siehe auch: Heise-News-Ticker)
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