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Am 19. März hat der europäische Cloud-Verband CISPE
(Cloud Infrastructure Service Providers in Europe) bei der EU-Kommission
eine Wettbewerbsbeschwerde gegen Broadcom
eingereicht. Sie wirft dem Technologiekonzern vor, seine marktbeherrschende
Stellung mit der VMware-Virtualisierungssoftware zu missbrauchen.
Daher fordert der CISPE die Generaldirektion Wettbewerb zu sofortigen
Gegenmaßnahmen auf.
CISPE kritisiert in dieser Beschwerde
vor allem die kumulative Kostensteigerung für europäische
Cloud-Dienstleister (CSPs) um nach eigener Darstellung mehr als
1.000 Prozent. Aus Preiserhöhungen, erzwungener Bündelung
von Produkten, Vorauszahlungspflichten und Mindestabnahmen, die
sich am Potenzial statt an der tatsächlichen Nutzung orientierten,
ergäben sich diese.
Die im Januar 2026 angekündigte Beendigung des VMware Cloud
Service Provider-Programms (VCSP) in Europa wiegt laut CISPE besonders
schwer. Die große Mehrheit europäischer CSPs werde ausgeschlossen.
Broadcom habe bereits im Jahr 2025 das White-Label-Programm für
kleine und mittlere Unternehmen eingestellt.
Mit der Beendigung des Broadcom-Programms, das den Zugang
zu VMware-Virtualisierungssoftware ermöglicht, werden Unternehmen
sowohl Cloud-Anbieter als auch ihre Kunden durch Broadcoms
unfaire Handlungen irreparabel geschädigt. Sie sind unserer
Ansicht nach rechtswidrig. erklärte der CISPE-Generalsekretär
Francisco Mingorance und forderte ein dringendes Eingreifen
der EU-Kommission: Der einzige Weg, Bullies zu stoppen, ist,
sich ihnen entgegenzustellen.
(ts, hannover)
(siehe auch: Heise-News-Ticker)
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