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Die neue Variante des offenbar weit verbreiteteten Mac-Trojaner
"Shlayer" wird in einer neuen Variante ausgeliefert, die
versucht, Apples
in macOS integrierte Schutzfunktion Gatekeeper ganz abzuschalten.
Die Malware ist mit einem Apple-Entwickler-Zertifikat signiert,
erklären Sicherheitsforscher, so dass die in macOS integrierte
Schutzfunktion Gatekeeper nicht anschlägt. Um Installationsroutinen
auszuführen, sobald der Nutzer den vermeintlichen Flash-Updater
ausführt werden zudem gängige Kommandozeilen-Tools verwendet.
Die modifizierte Form des Trojaners setzt auf eine Technik, die
der Sicherheitsforscher Patrick Wardle schon 2017 auf der Hacker-Konferenz
Defcon vorgestellt hat, um Root-Rechte zu erlangen, erklärt
die Sicherheitsfirma Carbon
Black. Die von Apple abgekündigte Funktion AuthorizationExecuteWithPrivileges
werde dafür eingesetzt und so ein gängiger Systemdialog
eingeblendet, der das Passwort zur Installation der Software abfragt.
Auch beim Einspielen legitimer Software ist ein derartiger Dialog
häufig anzutreffen und dürfte viele Anwender nicht abschrecken.
Falls der Nutzer sein Passwort eingibt, könne die Malware
anschließend die Schutzfunktion Gatekeeper abschalten und
erhält dadurch die Möglichkeit, weiteren Code nachzuladen
und ungehindert auszuführen. Dabei wurde in den analysierten
Varianten der Malware nur vergleichsweise harmlose Adware auf dem
Mac eingeschleust, heißt es in der Analyse der Firma, die
Payload könne sich aber jederzeit ändern.
Über Webseiten wird der seit mindestens einem Jahr kursierende
Schädling Shlayer in großem Stil ausgeliefert
sowie in Bannerwerbung versteckt und kann so auch beim Besuch legitimer
Seiten auf den Mac gelangen oder zumindest zum Download angeboten
werden.
Außerdem warnt ein Entwickler davor, dass ein Bug in macOS
10.14 Apps erlaubt, den Browser-Verlauf von Safari auszulesen. Bis
hin zu macOS 10.13 war das ohne weiteres möglich, Version 10.14
Mojave soll dies aber eigentlich verhindern. Selbst von durch Apple
beglaubigten Apps lasse sich der Bypass wohl einsetzen, schreibt
der Entwickler
Jeff Johnson, der den Fehler an den Hersteller gemeldet hat.
(jf, hannover)
(siehe auch Heise
News-Ticker:)
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