|
Der Trojaner Linux.BtcMine.174 legt vielfältige Schadfunktionen
an den Tag und infiziert Linux-PCs. Primär zwackt der Schädling
heimlich Rechenleistung ab, um die Krypto-Währung Monero zu
schürfen. Doch er kann noch mehr, wie Sicherheitsforscher von
Dr. Web in einem Beitrag
berichten.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch unklar wie eine Infektion abläuft.
Auf das Ausmaß der Kampagne gehen die Sicherheitsforscher
auch nicht ein. Die Indikatoren wie Dateinamen und Domains listet
Dr. Web auf, aus denen kann auf eine Infektion geschloßen
werden. Der Trojaner nistet sich im Autostart ein.
Hat der Schädling einen Computer infiziert und noch keine
Root-Rechte, soll er versuchen durch die Sicherheitslücken
CVE-2013-2094
und CVE-2016-5159
Dirty Cow sich höhere Rechte anzueignen. Für beide Lücken
stehen Sicherheitsupdates bereit und Linux-Nutzer sollten sicherstellen,
dass ihre Systeme dagegen geschützt sind.
Über verschiedene Module soll sich Linux.BtcMine.174, die
er herunterlädt, aufrüsten können. Zum Beispiel hinterlegt
er eine Backdoor, sodass die Drahtzieher infizierte Computer für
DDoS-Attacken missbrauchen könnten. Auch das Deaktivieren von
Anti-Viren-Software soll zu seinem Repertoire gehören.
Zudem legt er ein Rootkit
auf infizierten Computern ab, um noch mehr Schadenswerk anzurichten.
Im Anschluss kann er unter anderem Tastatureingaben mitschneiden
und an die Drahtzieher schicken. Dr. Web warnt, dass ein befallener
Computer dem Schädling nicht genug ist und er sich wurmartig
verbreitet. Um das zu bewerkstelligen, sammelt er Infos über
Computer, die in der Vergangenheit eine SSH-Verbindung mit dem infizierten
PC eingegangen sind.
(hv, hannover)
(siehe auch Heise
News-Ticker:)
Hannover · EDV-Beratung ·
Linux · Novell · Microsoft · Seminar ·
IT-Consult · Netzwerk · LPIC · CLE
|