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Es befinden sich 13 Sicherheitslücken im Open-Source-Echtzeitbetriebssystem
FreeRTOS.
Setzen Angreifer an den Schwachstellen an, könnten sie Informationen
abziehen, Geräte lahmlegen (DoS-Attacke) oder sogar aus der
Ferne Schadcode ausführen.
FreeRTOS ist mit vielen Prozessorarchitekturen kompatibel und es
gibt es für verschiedene Mikrocontroller. Neben Fitness-Trackern,
Türschlössern und weiteren IoT-Geräten kommt das
System beispielsweise auch in Form von etwa Sensoren in kritischen
Infrastrukturen zum Einsatz. Somit sind durch die Sicherheitslücken
unzählige Systeme und Geräte angreifbar.
Sicherheitsforscher von Zimperium schildern
in einem Blog-Beitrag im Detail wo sich die Schwachstellen im
TCP/IP-Stack des Systems befinden. Die Varianten AWS FreeRTOS bis
einschließlich Ausgabe 1.3.1 und WHIS OpenRTOS und SafeRTOS
mit WHIS Connect Middleware TCP/IP-Komponenten sollen neben FreeRTOS
bis einschließlich Version 10.0.1 ebenfalls gefährdet
sein.
Die betroffenen Anbieter wissen Zimperium zufolge über die
Lücken Bescheid und AWS FreeRTOS ist mittlerweile in der abgesicherten
Version 1.3.2 erschienen. WHIS soll ebenfalls an einer gepatchten
Ausgabe arbeiten. In FreeRTOS wurden die Lücken in der Ausgabe
10.1.0 von den Entwicklern geschlossen.
Im November wollen die Sicherheitsforscher weitere Details zu den
Schwachstellen und möglichen Angriffsszenarien veröffentlichen.
Sie wollen Betroffenen damit Zeit zum Patchen geben.
Es ist allerdings utopisch, dass alle Anbieter innerhalb von einem
Monat nach Bekanntwerden der Lücken die Sicherheitsupdates
auf allen betroffenen Geräten installiert haben werden, da
das Echtzeitbetriebssystem auf unzähligen Embedded-Systemen
und IoT-Geräten läuft. Zudem ist es aufgrund des fragmentierten
Einsatzes fraglich, ob das flächendeckend jemals der Fall sein
wird.
(mt, hannover)
(siehe auch Heise
News-Ticker:)
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