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Alle, die aktuell Standardauflösung per DVB-T empfangen, schauen in knapp 100 Tagen auf schwarze TV-Bildschirme. Die Initiative DVB-T2 HD, ein Zusammenschluss von ARD, ZDF, RTL Deutschland, PRoSiebenSat1 Media SE und Verband VPRT erklärte, dass rund drei Millionen Haushalte in Deutschland davon betroffen seien. TV-Sendungen werden ab dem 29. März 2017 terrestrisch in HD-Qualität ausgestrahlt.

In ausgewählten Ballungsgebieten können schon jetzt sechs Programme des neuen hochauflösenden Antennenfernsehens empfangen werden. Zudem kann dort getestet werden, ob das vorhandene Fernsehgerät die Full-HD-Signale über Stab- oder Zimmerantenne entgegennimmt. Normalerweise ist eine neue DVB-T-Antenne nicht erforderlich, die Zuschauer müssen lediglich einen neuen Sendersuchlauf starten.

Geräte, die älter als zwei Jahre sind, werden allerdings relativ sicher keinen passenden HD-Tuner mit HEVC-Decoder eingebaut haben. Und nur wenige TVs aus 2015 können die bessere HEVC/H.265-Videocodierung unterstützen. Aber das Fernsehgerät kann dann mit einem externen DVB-T2-HD-Receiver nachgerüstet werden.

In Zukunft muss für die terrestrischen HD-Signale der Privatsender von RTL und ProSiebenSat1 bezahlt werden, während die öffentlich-rechtlichen Programme auch nach der Umstellung unverschlüsselt ausgestrahlt werden. Die Privaten kommen ab Juli 2017 im Programmpaket von freenet TV für 69 Euro pro Jahr ins Haus (5,75 Euro pro Monat). Dafür muss im TV-Gerät eine Smartcard stecken und für externe Receiver mit eingebauter Verschlüsselung wird ein Voucher zum Freischalten benötigt.

(ts, hannover)

(siehe auch heise-News-Ticker:)

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