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Eine Funktion, bei der Teile von Dateinamen an die Shell weitergereicht
und ausgeführt werden, ist in den Bildbearbeitungs-Bibliotheken
GraphicsMagick und ImageMagick enthalten. Dadurch kann Schadcode
eingeschleust werden. Mit der jetzt erschienenen Version
1.3.24 haben die GraphicsMagic-Entwickler daher die entsprechende
Funktion aus ihrem Tool entfernt. Das Problem wurde auch in ImageMagick
7.0.1-7 behoben.
ImageMagick hatte vor einem Monat etwa eine andere Sicherheitslücke
(CVE-20163714), über die Schadcode auf den betroffenen
Servern ausgeführt werden konnte. Diese Lücke wurde direkt
für Angriffe missbraucht. Das zeigt, wie wichtig es ist, die
entsprechenden Bibliotheken schnell zu aktualisieren. Vor allem
Linux-Server, auf denen Web-Apps laufen, sind betroffen. Gerade
dann, wenn Besucher eigene Bilder wie Foren-Avatare hochladen dürfen.
Unter Linux und Unix benutzen viele Desktop-Programme auch diese
Bibliotheken im Hintergrund.
Somit sollten Admins sicherstellen, dass sie die neuesten von ihrer
Linux-Distribution angeboten Pakete für ImageMagick und GraphicsMagick
installiert haben. Auf den Seiten der Projekte ImageMagick
und GraphicsMagick
sind die neuen Versionen auch erhältlich.
(ts, hannover)
(siehe auch heise-News-Ticker:)
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