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Die neue Version des NetworkManager 1.2, der bei den meisten Linux-Distributionen
die Funk- und Kabel-Netzwerkverbindungen regelt, enthält Verbesserungen
für die Privatsphäre. Er beherrscht jetzt die Privacy
Extensions mit allen aus der in RFC 7217 festgelegten Methoden,
durch die Außenstehende einen Anwender nicht mehr als diesen
Identifizieren können, wenn er von einem IPv6-Netzwerk in ein
anderes wechselt.
Der NetworkManager setzt nun eine zufällig gewählte MAC-Adresse,
wenn er nach WLAN-Netzen sucht, damit ein Identifizieren von Nutzern
über WLAN-Access-Points erschwert wird. Er verwendet die korrekte
Identifikation der Netzwerkschnittstelle erst dann, wenn sich mit
einem WLAN-Netz verbunden wird. Die zufällig gewählte
MAC-Adresse kann auf Wunsch auch genutzt werden, wenn eine Verbindung
mit einem nicht vertrauenswürdigen WLAN-Netz aufgebaut wird.
Zudem soll das Suchen nach neuen WLAN-Netzen nun flüssiger
ablaufen. Die Stromsparfunktionen der WLAN-Hardware kann jetzt erstmals
aktiviert werden. Auch kann der NetworkManager IP-Tunnel-Devices
und Netzwerkschnittstellen der Typen tun, tap, macvlan und vxlan
betreuen. Die Entwickler haben das Kommandozeilentool zur Netzwerk-Konfiguration
überarbeitet, damit es einfacher zu bedienen ist. Das Programm
soll in einigen Bereichen entschlackt und die Unterstützung
für VPNs verbessert sein.
Im Ubuntu
16.04 LTS nutzt eine Vorabversion des NetworkManager 1.2. Sie unterscheidet
sich von der finalen Version des Werkzeugs nur in Details. Andere
Distributionen dürften die neue Version auch bald bekommen.
In der Ankündigung
der neuen Version und einem begleitenden Blog-Eintrag
finden sich weitere Details zum neuen NetworkManager.
(ts, hannover)
(siehe auch heise-News-Ticker:)
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