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Sicherheitsforscher warnen vor TeslaCrypt, einer neuen Version
der Ransomware, die Computer infiziert und Daten chiffriert. Für
Opfer ist es nun noch schwerer herauszufinden, was mit ihren Dateien
passiert ist.
TeslaCrypt, der Erpressungs-Trojaner, ist in Version 4.0 angekommen
und aktuell im Umlauf. Davor warnt Bleepingcomputer.com,
eine IT-Seite und Informationsquelle für Ransomware-Opfer.
Die Sicherheitsforscher von Heimdal Security bestätigen die
neue Version ebenfalls. Eine Analyse steht noch aus.
Einige Fakten von TeslaCrypt 4.0 sind aber schon bekannt: Dateien,
die größer als vier GByte sind, können von TeslaCrypt
4.0 jetzt auch korrekt verschlüsselt werden. Die Vorgänger
hatten solche Dateien zerstört. Als erster Erpressungs-Trojaner
werden keine Namenszusätze an verschlüsselte Dateien gehängt.
Für Opfer macht es das schwerer zu verstehen, was mit ihren
Dateien passiert ist.
Um einen individuellen Schlüssel zu erzeugen, soll der Trojaner
zusätzlich Informationen (SystemBiosDate, DigitalProductID,
und MachineGuid) über den infizierten Computer auslesen können.
Dieser verbleibt auf den Command-and-Control-Servern der Kriminellen
außer Reichweite der Opfer.
Die Verbreitung von TeslaCrypt 4.0 soll Heimdal Security zufolge
derzeit größtenteils via Drive-by-Downloads über
das Angler Exploit Kit verteilt werden.
Opfer von TeslaCrypt 2.0 hatten aufgrund eines Fauxpas der Gauner
Glück im Unglück, denn mit dem kostenlosen Tool TeslaDecoder
lies sich der Schlüssel rekonstruieren. Dieser Fehler wurde
in TeslaCrypt 3.0 Anfang 2016 behoben. Auch bei einer Infektion
mit der aktuellen TeslaCrypt-Version hilft das Tool nicht weiter.
(ms, hannover)
(siehe auch heise-News-Ticker:)
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