|
Google hat die Version 1.0 von Kubernetes,
wobei es sich um ein Open-Source-Framework zum Verwalten von Docker-Containern
handelt, freigegeben. Im Frühsommer des letzten Jahres war
es von Google erstmals vorgestellt worden. Die jahrelangen Erfahrungen
zum Betrieb von Linux-Containern innerhalb des Internet-Konzerns,
so etwa beim Betrieb von Gmail und Googles Suchmaschine, waren in
die Software eingeflossen.
Mit Docker
wiederum lassen sich Anwendungen samt ihrer Abhängigkeiten
in Container, in denen sie sich später leicht weitergeben und
ausführen lassen, verpacken. die Docker-Container können
im Vergleich zu virtuellen Maschinen schneller starten und sind
sparsamer im Umgang mit Ressourcen. Der Konfigurationsaufwand ist
zum Anfang allerdings erheblich höher und hier soll
Kubernetes helfen.
Version 1.0 soll, da deren APIs nun als stabil erachtet werden,
zum Ausdruck bringen, dass Google die Software nun für den
Produktiveinsatz empfiehlt. Letztlich haben 400 Entwickler, die
aus unterschiedlichen Firmen stammen, an der Fertigstellung von
Kubernetes mitgewirkt. Die Technik ist bei Unternehmen wie eBay,
Box, Samsung,
Red Hat und vielen anderen bereits im Einsatz.
Google kooperiert zudem mit der Linux
Foundation und einigen anderen Unternehmen mit dem Ziel, die
sogenannte Cloud Native Computing Foundation (CNCF) an den Start
zu bringen. Die zukünftige Entwicklung von Kubernetes soll
dann im Rahmen dieser erfolgen und sie soll als Heimat für
weitere Projekte zur Stabilisierung der Entwicklung mit Containern
dienen. Unter anderem werden Cisco,
AT&T, Box, Cloud Foundry Foundation, CoreOS, Goldman Sachs,
Docker, eBay, Huawei, Joyent, IBM, Intel, Kismatic, Mesosphere,
VMware, Red
Hat, Twitter und Weaveworks als weitere Unterstützer der Initiative
genannt.
Bislang ist etwas unklar, inwieweit die Cloud Native Computing
Foundation sich zum erst im Juni initiierten und ebenfalls von der
Linux Foundation betriebenen Open Container Project abgrenzen wird.
Dieses entstand mit dem Ziel, rund um Container-Techniken Standards
zu entwickeln, die wiederum sicherstellen sollen, dass alle Container-Engines
und -Formate auf Prinzipien wie Sicherheit, Rückwärtskompatibilität
und Offenheit basieren und Nutzern so ein gewisses Maß an
Portabilität und Interoperabilität gewährleistet
werden kann.
(mt, hannover)
(siehe auch heise-News-Ticker:)
Hannover · EDV-Beratung ·
Linux · Novell · Microsoft · Seminar ·
IT-Consult · Netzwerk · LPIC · CLE
|