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Eine gravierende Sicherheitslücke
wurde von einem Sicherheitsforscher in mehreren WLAN-Routern des
US-Herstellers Netgear entdeckt. Eine Schwachstelle in Netgears
Wartungs-App Genie wird von dieser Lücke ausgenutzt. Damit
können Router- und WLAN-Passwort ausgelesen und die Kontrolle
über das Netzwerk erlangt werden.
Einstellungen der Netgear-Router
können über die Wartungs-App Genie vorgenommen werden.
Die App kommuniziert dazu über die SOAP-Schnittstelle mit dem
Router. Dafür müssen normalerweise die Anmeldedaten des
Routers in die App eingetragen werden.
Nun entdeckte der Sicherheitsexperte Peter Adkins eine Lücke,
mit der eine Verbindung über die SOAP-Schnittstelle zum Router
auch ohne gültige Anmeldedaten aufgebaut werden kann. Dabei
ist völlig unerheblich, ob der Besitzer des Routers die Genie-App
verwendet.
Ein Angreifer benötigt nicht einmal Zugriff auf das lokale
WLAN, wenn im Router die standardmäßig abgeschaltete
Fernwartung aktiviert ist. So kann die Kontrolle über das Gerät
auch über das Internet erlangt werden.
Folgende Netgear-Router mit der genannten Firmware sind von der
Lücke betroffen:
* NetGear WNDR3700v4 - V1.0.0.4SH
* NetGear WNDR3700v4 - V1.0.1.52
* NetGear WNR2200 - V1.0.1.88
* NetGear WNR2500 - V1.0.0.24
Laut dem Sicherheitsexperten Adkins könnten auch folgende
Modelle betroffen sein:
* NetGear WNDR3800
* NetGear WNDRMAC
* NetGear WPN824N
* NetGear WNDR4700
Die Schwachstelle ist bislang noch nicht behoben worden. Ob Netgear
für die älteren Modelle noch Firmware-Updates veröffentlicht,
ist allerdings fraglich. Die Fernwartung sollte bei betroffenen
Geräten vorübergehend deaktiviert werden.
(nd, hannover)
(siehe auch Chip-News:)
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