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Selten sind Rechnungen erfreulich insbesondere dann nicht,
wenn sie gefälscht sind und dem Empfänger einen Banking-Trojaner
unterjubeln wollen. Doch das Geschäftsmodell des als Feodo
oder auch Cidex bekannten Botnets ist genau das. Seit Dezember vergangenen
Jahres verschickt es laut G
Data in mehreren Wellen Rechnungs-Spam, der vermeintlich von
Telekom, Vodafone, Volksbank und Co. stammt. Die Mails richten sich
nach Angaben von Cisco fast ausschließlich an deutsche Nutzer.
Die Aufgabe der Mails ist immer die gleiche: einen Link anzupreisen,
hinter dem eine Rechnung angeblich auf ihre Abholung wartet. Allerdings
lauert in Wahrheit dahinter immer der Feodo-Bot, der sein Opfer
beim Online-Banking belauscht.
Nun soll das Projekt Feodo
Tracker dem Botnet ins Handwerk pfuschen. Es überwacht
die Aktivität von derzeit 47 Command-and-Control-Servern (C&C-Server)
des betrügerischen Netzwerks, die erfassten Indizien stehen
frei zum Download bereit. Beispielsweise können Admins mit
den Daten die von ihnen betreuten Intrusion-Detection-Systeme (IDS)
füttern, um Feodo-Zombies im eigenen Netz zu überführen.
Derzeit gibt es die Blockierdaten für Snort und Suricata. Der
schweizerische Anti-Spam-Aktivist Roman Hüssy steckt hinter
dem Projekt, der auch schon den ZeuS- und den SpyEye-Tracker ins
Leben gerufen hat.
(hs, hannover)
(siehe auch Heise
News-Ticker :)
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