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Nach dem SSL-Debakel wird der niederländische Zertifikatsherausgeber
DigiNotar von seinem Eigner Vasco liquidiert. In einer Stellungnahme
teilte Vasco das mit. Für das Unternehmen in den Niederlanden
habe man Insolvenz angemeldet.
Die niederländische Regierung hatte bereits zuvor die Kontrolle
über DigiNotar übernommen, um weiteren Schaden von der
niederländischen PKI "PKIoverheid" abzuwenden. Ausserdem
hatte die niederländische Aufsichtsbehörde für Telekommunikation
(OPTA) der Zertifizierungsstelle das Ausstellen weiterer qualifizierter
Zertifikate untersagt. Sämtliche Browser-Hersteller hatten
die Wurzelzertifikate bereits aus ihren Produkten verbannt.
Nach gerade einmal drei Wochen seit Bekanntwerden des CA-Hacks
ist damit das Unternehmen, dass für den niederländischen
Staat ein wichtiges Trustcenter betrieb, de facto aufgelöst.
Vasco bietet selbst 2-Faktor-Authentifizierungslösungen an,
betont aber, dass von der DigiNotar-Kompromittierung die eigenen
Systeme nicht betroffen sind.
(ez, hannover)
(siehe auch Heise
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