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IBM hat für einen bisher unbekannten Kunden einen Storage-Cluster entwickelt, der 120 Petabyte Daten fassen kann und einem neuen Supercomputer für Simulationen zur Verfügung stehen soll. Das System fasst 200.000 Festplatten zusammen. Die Entwickler von IBM Research in Almaden haben zu hohen Racks in Überbreite und mit horizontalen Einschüben gegriffen, um sie alle unterzubringen. Die Platten werden mit Wasser statt mit Lüftern gekühlt.

Auch eine neue Strategie zur Ausfallsicherheit musste her, da bei einer solchen Anhäufung von Festplatten regelmäßige Ausfälle einzelner Laufwerke unausweichlich sind: Das System arbeitet mit verteilten Kopien der Daten, auf die der Supercomputer ohne Performance-Verlust zugreifen kann, statt mit berechneten Paritäten. Derweil werden die defekten Kopien auf den ausgetauschten Platten im Hintergrund mit geringer Priorität wiederhergestellt. Wenn mehr Platten als im Durchschnitt üblich ausfallen sollte, erhöht das System die Geschwindigkeit der Wiederherstellung.

Jedoch ist bei solch großen Systemen die Zugriffsgeschwindigkeit auf Daten und Dateisystem entscheidend, da die Steigerung der Festplatten-Performance schon längst nicht mehr mit der von Prozessoren und Supercomputern mithält. IBM benutzt deshalb bei allen Platten des Clusters das hauseigene GPFS (General Parallel File System). Es verteilt zur Beschleunigung des Zugriffs einzelne Dateien auf mehrere Laufwerke. Das mühsame Scannen der Volumes auf der Suche nach einzelnen Dateien ersparen zusätzliche Dateisystemindexe. Das GPFS benötigt dafür auf dem neuen System allein 2 PByte für die Dateiverwaltung.

(ez, hannover)

(siehe auch Heise News-Ticker :)

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