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JetBrains bietet mit MPS
(Meta Programming System) eine Entwicklungsumgebung, die das sprachorientierte
Programmier-Paradigma (Language Oriented Programming) umsetzt. Hierbei
entwirft der Entwickler zunächst eine individuelle domänenspezifische
Sprache, mit der er die gewünschten Anforderungen im Idealfall
besser abbilden kann, anstatt ein Problem mit einer vorgegebenen
Programmiersprache zu lösen.
Dem MPS fügt JetBrains mit der jetzt vorgestellten Version
2.0 gleich eine Reihe verschiedener neuer Funktionen hinzu, bricht
jedoch auch mit der Kompatibilität zu bestehenden MPS-1.5-Projekten.
Jedoch soll noch ein Migrationspfad angeboten werden, sodass auch
bestehende Projekte von den neuen Funktionen der Version 2.0 profitieren
können. Auch die Option, MPS künftig aus MPS heraus starten
zu können, was das Debugging eigener Sprachen erlauben soll
sei neu.
Über neue Funktionen für den Import von bereits in Java
zur Verfügung stehenden Code dürfen sich Java-Entwickler
freuen. Beliebiger Java-Quellcode könne so als Klasse, Methode
oder Statement in MPS kopiert werden und Java-Quellen sollen sich
aus MPS heraus adressieren lassen.
Im Jahr 2003 begann das MPS als Forschungsprojekt, ein Jahr später
stellte JetBrains das theoretische Konzept hinter dem System vor.
Eine frühe Version der Software stellte man ab 2005 über
ein Early Access Program zur Verfügung, seit 2006 wird MPS
auch für die Entwicklung verschiedener JetBrains-Produkte verwendet.
Binaries für Windows, Mac und Linux werden bereitgestellt,
die Software ist unter der Apache-2.0-Lizenz als Open Source verfügbar.
(ez, hannover)
(siehe auch Heise
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