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Der Hacker Elie Bursztein hatte kaum verkündet, dass man
Microsofts
Datenbank mit den gesammelten Ortsangaben gescannte WLAN-Access-Points
für eigene Zwecke missbrauchen könne, tat sich Microsoft
mit ihm zusammen und stopfte die Lücke. Laut eigener Mitteilung
von Montag hatte der Konzern schon am Tag nach Burszteins Blog-Post
einen Fllter für Anfragen an die Ortsdatenbank eingebaut, der
illegitime Anfragen blockieren soll. Die Beschreibung seines Hacks
hatte Bursztein für die Black Hat Conference in Las Vegas angekündigt.
Diese Veranstaltung läuft seit vergangenem Sonnabend. Nach
Microsofts schneller Reaktion dürfte Burszteins für heute
vorgesehener Vortrag jedoch keine Gefahr mehr für Microsofts
Ortsdatenbank darstellen.
Diese Ortsdatenbank enthält Mac-Adressen, beobachtete Empfangsstärken
und die jeweils benutzten WLAN-Standards zahlloser Access-Points.
Wer seine Position mit einem Windows-Phone-7-Handy ermitteln will,
lässt das Gerät alle in der Umgebung empfangbaren WLANs
an die Microsoft-Server melden und in der Datenbank nachschlagen,
wo sich diese Access-Points befinden. Das Handy kann einserseits
aus den aktuellen Empfangsstärken und den Positionen der bereits
bekannten WLANs seine eigene Position ermitteln, andererseits füttert
es die Datenbank auf diese Art und Weise zugleich mit Informationen
über bisher unbekannte WLANs. Auch bei anderen Smartphones
funktioniert so die Ortsbestimmung, die jeweils auf die Datenbestände
ihrer Dienstanbieter wie zum Beispiel Google, Apple oder Skyhook
zurückgreifen.
(ez, hannover)
(siehe auch Heise
News-Ticker :)
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