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Heute haben Handys und andere mobile Geräte serienmäßig
Sensoren eingebaut, die Bewegung erfassenen. Nicht nur ortsbasierte
Dienste werden von Kompass, Gyroskop und Beschleunigungsmesser unterstützt,
sondern auch die Steuerung der Geräte über Kipp- und Drehbewegungen.
Nun hat Baolab
Microsystems aus Barcelona eine Technik entwickelt, die digitale
Kompassmodule kompakter und billiger machen soll. Wie Technology
Review berichtet, könnte das Bauteil sich auch als Bewegungssensor
für einfache Gegenstände wie Tennisschläger oder
Laufschuhe eignen.
Ein Kompassmodul wird normalerweise mittels Photolithographie aus
Halbleitermaterialien hergestellt. Dagegen wird der neue Kompass
vollständig im CMOS-Verfahren hergestellt. Die kompaktere Konstruktion
wird möglich, weil Baolab nicht wie sonst üblich den Hall-Effekt
ausnutzt, sondern die so genannte Lorentzkraft verwendet. Sie wirkt
auf einen stromdurchflossenen elektrischen Leiter, wenn der sich
senkrecht zur Magnetfeld- und zur Stromrichtung in einem Magnetfeld
befindet.
Man kann dann von der Stärke, mit der der Leiter aus seiner
ursprünglichen Position herausgelenkt wird, auf die momentane
Orientierung des Magnetfelds schließen. Das dafür notwendige
Sensorelement in dem neuen Kompass ist ein mikro-elektromechanisches
System (MEMS). Es kann wie Transistoren auf einem Siliziumchip aufgebaut
werden.
(ez, hannover)
(siehe auch Heise
News-Ticker :)
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