|
Im Quellcode des verbreiteten FTP-Servers vsftpd entdeckte
Mathias Kresin eine Hintertürfunktion. Auf dem Master-Server
des Projekts war die Version vsftpd-2.3.4.tar.gz betroffen. Die
digitale Signatur des Entwicklers Chris Evans war jedoch durch die
nachträgliche Manipulation des Archivs ungültig geworden.
Wer also die Signatur vor dem Entpacken überprüft hat,
hätte bemerkt, dass etwas nicht in Ordnung ist. Chris Evans
macht einen Einbruch bei seinem Hosting-Provider verantwortlich.
Die Backdoor selbst ist allerdings etwas merkwürdig. Sie lauscht
nach der Eingabe der Zeichen :) auf Port 6100 und offeriert jedem,
der sich dort verbindet, ohne weitere Prüfung eine Shell auf
dem Server. Es gibt jedoch keine Benachrichtigungsfunktion, die
dem Angreifer mitteilen würde, wo er einen derartig präparierten
Server finden würde. Deshalb vermutet Evans, dass es sich bei
dem Einbruch vielleicht doch um einen schlechten Scherz handeln
könnte.
(ez, hannover)
(siehe auch Heise
News-Ticker :)
Hannover · EDV-Beratung ·
Linux · Novell · Microsoft · Seminar ·
IT-Consult · Netzwerk · LPIC · CLE
|