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Quantenkryptographie
ist theoretisch abhörsicher, aber in der Praxis haben die ersten
eingesetzten Systeme Schwächen, die sich von Angreifern ausbeuten
lassen. Forscher haben schon mehrmals die Verwundbarkeit der quantenkryptographischen
Systeme nachgewiesen, jedoch gelang nun Wissenschaftlern von den
Universitäten Singapur und Trondheim ein vollständiger
Exploit, mit denen sie den Schlüssel stehlen konnten. Auf dem
Gelände der Universität Singapur zapften Christian Kurtsiefer
und Vadim Makarov ein 290 Meter langes Glasfaserkabel an. Dabei
kam anders als bei üblichen Hacker-Angriffen ein Arsenal von
sehr spezieller Hardware zum Einsatz.
Der Eindringling verrät sich normalerweise in ein quantenkryptografisches
System, weil er das Signal verändert. Mit einer Wahrscheinlichkeit
von 25 Prozent geht jedes einzelne Photon in einen anderen Zustand.
Diesen Schutz setzten Kurtsiefer und Makarov außer Kraft,
indem sie die Fotodioden des Empfängers mit einem hellen Licht
blendeten, sodass sie die einzelnen Photonen nicht mehr unterscheiden
konnten und keinen Verdacht schöpften. Die nötige Ausrüstung
dazu passt in einen Koffer. Makarov und andere Experten sehen diese
Arbeit als Teil des Verbesserungsprozesses der Quantenkryptographie.
(ez, hannover)
(siehe auch Heise
News-Ticker :)
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