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Früher diente Suns Java Development Kit (JDK) als Referenzimplementierung
für eine neue Java-Version, heute will Java-Statthalter Oracle
als Ausdruck seiner offeneren Politik zur Programmiersprache das
unter der GPL stehende OpenJDK
als Referenz für andere Java-Implementierungen heranziehen.
Diese Ankündigung erfolgt rund anderthalb Monate, bevor am
28. Juli die Version 7 und die damit einhergehenden JDKs erscheinen
sollen. Oracle ist der Finalisierung des dafür zugrunde liegenden
Standards innerhalb des Java Community Process (JCP) durch das Absegnen
des Public Review Ballot für Java SE 7 (Java Standard Edition)
in dieser Woche einen Schritt näher gekommen.
Oracles JDK ist unter der Binary Code Licence (BCL) verfügbar.
Da es Features enthält, die nicht im Standard vorgesehen sind
und der Sourcecode dieses JDKs von dem des OpenJDK abweicht, war
es bislang für Open-Source-Implementierer nicht möglich,
den Code der offiziellen Referenzimplementierung für ihre Arbeiten
heranzuziehen.
Nun will Oracle Ende Juli eine Referenzimplementierung auf Basis
des OpenJDK bereitstellen. Die GPLv2 inklusive Classpath Exception
bleibt die dafür gewählte Lizenz. Oracle stellt für
kommerzielle Implementierungen Binärdaten unter der BCL zur
Verfügung. Ausserdem wurden die OCTLA-Lizenzen (OpenJDK Community
TCK Licence Agreement) an Java SE 7 angepasst. Dadurch ändert
sich nichts allerdings an Oracles Kurs, der freien Java-Implementierung
unter dem Apache-Dach Harmony den Zugang zum Test Compatibility
Kit für eine Zertifizierung zu verweigern. Weiterhin ermöglicht
das OCTLA-Programm nur den vom OpenJDK abgeleiteten Implementierungen
den kostenlosen Zugang zum Testsystem, die unter der GPL stehen.
(ez, hannover)
(siehe auch Heise
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