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Wer bei Google,
Bing oder Yahoo
in den letzten Tagen nach Grundig-Produkten suchte, landete ziemlich
sicher auf einer dubiosen Web-Seite. Wenn man die Grundig-Seiten
direkt aufrief, indem man etwa die URL in der Adressleiste eintippte,
erschien alles normal.
Aufgrund genauerer Analysen zeigte sich, dass der Grundig-Server
alle Besucher, die von einer der Suchmaschinen kommen, über
eine spezielle HTTP-Antwort weiter schickt. Bereits im Januar haben
Blogger einen ähnlichen Sachverhalt auf einem anderen Server
analysiert. Über eine Sicherheitslücke in einer alten
PHP-Version wurde damals zusätzlicher Code in die Web-Seiten
eingebaut.
Wenn man den Code dekodiert, erhält man eine Abfrage des Referers
auf "google", "bing" oder "yahoo"
und bei einem Treffer den Umleitungsbefehl. Nicht ganz klar ist,
was die Angreifer konkret mit diesem Einbruch bezweckten. Es ist
besonderes heimtückisch auf diese Art einen Server zu kompromittieren,
weil er bei einem direkten Aufruf der Seiten nicht sichtbar ist
und somit dem Betreiber durchaus längere Zeit entgehen kann.
Nachdem Grundig am Wochenende über das Problem informiert wurde,
wurde die Umleitung offenbar entfernt. Es ist nicht auszuschließen,
dass sich die Angreifer dabei nicht auf diese simple Umleitung beschränkt
haben, da sie eigenen PHP-Code auf dem Server ausführen konnten.
(ez, hannover)
(siehe auch Heise
News-Ticker :)
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