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Der französische Hacker Fabrice Bellard zeigt mit einem PC-Emulator,
dass man mit JavaScript mehr machen kann, als Webseiten zu animieren
und Serverdaten zu verarbeiten. In gut 90 KByte stellt sein jslinux
eine x86-kompatible 32-Bit-CPU, einen Interrupt Controller, Interrupt
Timer und eine serielle Schnittstelle bereit. Die CPU ähnelt
einem 486er ohne FPU. Da er die fehlende FPU selbst emuliert, lässt
sich damit jedoch ein älterer Linux-Kernel (2.6.20) verwenden.
Bei der Umsetzung ließ sich Bellard von seinem Emulator/Virtualisierer
QEMU inspirieren. Ausprobieren lässt sich der Emulator in Chrome
11 und Firefox 4. Er benutzt intensiv typisierte Arrays, die es
erst in neuen JavaScript-Implementierungen Verwendung finden. Binärdaten
lassen sich damit in JavaScript direkt lesen und schreiben. jslinux
enthält neben dem Linux-Kernel einen kleinen Emacs-Clone und
einen C-Compiler. Dieser tcc arbeitet schneller als der GNU-Compiler
und ist wesentlich kleiner.
(ez, hannover)
(siehe auch Heise
News-Ticker :)
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