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Wie aus dem gestern veröffentlichten halbjährlichen
Security
Intelligence Report von Microsoft hervorgeht, hat sich die Zahl
der in Deutschland infizierten Rechner mehr als verdoppelt. Während
2009 im vierten Quartal durchschnittlich 2,2 von 1000 untersuchten
Rechnern in Deutschland mit Malware verseucht waren, wurde Microsoft
im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres auf 5,3 von 1000 Rechnern
fündig. Deutschland liegt damit immer noch unter dem weltweiten
Durchschnitt von 8,7. Der weltweite Durchschnitt betrug im vierten
Quartal des Vorjahres 7,0 von 1000 PCs.
Microsoft sieht eine Ursache für den Anstieg der Infektionen
in Deutschland in den verbesserten Methoden der Angreifer. Im vergangenen
Jahr haben sich gerade auch Nutzer sozialer Netze zu einem attraktiven
Ziel für Phisher entwickelt. Im Rahmen der Studie hat Microsoft
insgesamt weltweit 600 Millionen Rechner untersucht. Der Hersteller
wertet dabei die anonymisierten Nutzungsstatistiken aus, die seine
Antivirensoftware nach Redmond übermittelt.
Die Angreifer haben im vergangenen Jahr vor allem Java als Einfallstor
für sich entdeckt. Es gab im dritten Quartal vierzehn Mal so
viele Angriffe auf Java wie im Quartal davor. Auch im vierten Quartal
2010 hielt dieses hohe Niveau an, wodurch mit Abstand die meisten
Angriffe Java galten. Die Kriminellen versuchten bei 85 Prozent
der Java-Angriffe, die beiden Sicherheitslücken CVE-2008-5353
und CVE-2009-3867 auszunutzen. Aufgrund zweier Schwachstellen im
Betriebssystem haben auch die Angriffe auf Windows im dritten Quartal
drastisch zugenommen.
(ez, hannover)
(siehe auch Heise
News-Ticker :)
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