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Unsere DNA ist ein kryptischer Code, den wir auch dann nicht verstehen
würden, wenn ihre Basenfolge ausgedruckt vor uns liegt. Diese
unbefriedigenden Verhältnisse will die noch junge Gemeinde
der sogenannten Biohacker
nun ändern. In seinem neuen Buch "Biopunk" portraitiert
der Journalist Marcus Wohlsen diese Szene, berichtet Technology
Review.
Die Biotechnik ist Dank immer niedrigerer Kosten im heimischen
Bastelkeller angekommen. Inzwischen kann jeder seine DNA für
ein paar hundert Dollar aus einer Speichelprobe von spezialisierten
Dienstleistern sequenzieren lassen. Anschließend kann man
die Ergebnisse mit Hilfe freier Software daheim selbst analysieren.
Interessierte können selbst maßgeschneiderte DNA-Bausteine
bereits zu bezahlbaren Preisen im Web bestellen.
Die Biohacker sind auch, ähnlich wie die Open-Source-Software-Szene,
von einem tiefen Idealismus getrieben, schreibt Wohlson. Sie setzen
die Macht des Individuums gegen Konzerninteressen, gegen Fachidiotie
die Weisheit der Massen. Sie treibe statt Profit der Wunsch an,
etwas Gutes für die Welt zu tun. Sie fordern aber vor allem
gegen wissenschaftlichen Elitismus das Recht des Einzelnen auf biologische
Informationen ein.
(ez, hannover)
(siehe auch Heise
News-Ticker :)
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