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Wie lebt es sich auf einem von zwei oder mehr Sonnen beschienenen
Planeten? Jack O'Malley-James hat zum Thema seiner Dissertation
gemacht, was in Science-fiction-Filmen ein beliebtes Motiv ist,
um mit einem Bild die Fremdheit einer Welt zu vermitteln. Der Astronom
stellt heute auf der Jahrestagung der Royal Astronomical Society
in Llandudno, Wales, erste Ergebnisse
vor.
Es gäbe in einem System mit mehreren Sternen entsprechend
mehrere Energiequellen, um Fotosynthese voranzutreiben, sagt OMalley-James.
"Die Temperatur eines Sterns bestimmt seine Farbe und damit
die Farbe des Lichtes, das für die Fotosynthese genutzt wird.
Je nach Farbe des Sternenlichtes würden sich Pflanzen ganz
unterschiedlich entwickeln." Er hat für seine Forschungen
die Strahlungsumgebungen von sonnenähnlichen Sternen und roten
Zwergen simuliert, die sich in Doppelsternsystemen eng oder in größerem
Abstand umkreisen. Er zog ausserdem die Variante eines Dreifachsystems
in Betracht mit zwei dicht beieinander liegenden Sternen und einem
weiter entfernten.
OMalley-James meint: "Unsere Simulationen legen nahe,
dass Planeten in Multisternsystemen exotische Formen der uns vertrauten
Pflanzen beherbergen könnten. Pflanzen unter schwachen roten
Zwergsonnen zum Beispiel könnten für unsere Augen schwarz
erscheinen, weil sie das gesamte Spektrum absorbieren, um von dem
verfügbaren Licht so viel wie möglich zu nutzen. Sie mögen
auch in der Lage sein, infrarote oder ultraviolette Strahlung für
die Fotosynthese zu nutzen. Auf Planeten, die zwei Sterne wie unsere
Sonne umkreisen, könnte die starke Strahlung von Sonneneruptionen
Pflanzen hervorbringen, die einen eigenen UV-Schutz erzeugen oder
Mikroorganismen, die auf solche Eruptionen rasch reagieren."
(ez, hannover)
(siehe auch Heise
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