|
Offenbar ist die Zahl der Stuxnet-Infektionen im Unternehmensbereich
höher als bislang angenommen. 59 Prozent der befragten Strom-,
Gas- und Wasserversorger aus Deutschland antworteten im Rahmen einer
Studie des Antivirenherstellers McAfee,
dass sie den Stuxnet-Wurm in ihren Systemen entdecken konnten, wie
der Spiegel berichtet.
Insgesamt wurden bei der Studie 200 IT-Verantwortliche von Konzernen
in 14 Ländern befragt. Nur in Indien fand der Schädling
eine größere Verbreitung, Frankreich befindet sich gemeinsam
mit Deutschland auf dem zweiten Platz.
Der internationale Durchschnitt ist geringer, aber dennoch besorgniserregend:
Im Unternehmensnetz konnten 41 Prozent der befragten Energieversorger
Stuxnet ausfindig machen. Der Schädling hat nach bisherigem
Kenntnisstand bei den Firmen keinen Schaden angerichtet. Vermutlich
hat es Stuxnet auf eine iranische Urananreicherungsanlage in Natanz
abgesehen und wird nur aktiv, wenn es sein Ziel identifiziert hat.
Ob die befragten Unternehmen überhaupt die betroffenen Prozessleitsysteme
von Siemens einsetzen und wie weit Stuxnet in kritische Bereiche
der IT-Infrastruktur vorgedrungen ist, lässt der Spiegel-Bericht
offen. McAfee gab bekannt, dass die Studie erst am Dienstagnachmittag
im vollen Umfang veröffentlicht wird.
(ez, hannover)
(siehe auch Heise
News-Ticker :)
Hannover · EDV-Beratung ·
Linux · Novell · Microsoft · Seminar ·
IT-Consult · Netzwerk · LPIC · CLE
|