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Offenbar hat das Konsortium aus Apple, EMC, Microsoft und Oracle,
das anlässlich der Übernahme von Novell durch Attachmate
882 Novell-Patente kaufen will, seine Strategie geändert, um
kartellrechtliche Bedenken zu entkräften. Das Firmenkonsortium
soll laut
der Open Source Initiative (OSI) jetzt nur noch maximal drei Monate
existieren, um die erworbenen Novell-Patente unter den Mitgliedern
aufzuteilen, wobei allerdings alle vier Unternehmen Lizenzen für
sämtliche Patente erhalten. Microsoft soll sich verpflichtet
haben, seinen Anteil an den Patenten an Attachmate weiterzuverkaufen
und nur eine Lizenz zur Nutzung der von den Patenten geschützten
Techniken zu behalten. Keine der 31 Patente mit Bezug zu Virtualisierungstechnik
soll der VMware-Mutterkonzern EMC erhalten.
Als Quelle der Informationen nennt die OSI das Bundeskartellamt.
Anfang Januar hatte die Open Source Initiative in einem Schreiben
an die Behörde erklärt, dass die Gründung des CPTN-Konsortiums
eine erhebliche Veränderung der Marktbedingungen in den Bereichen
Betriebssysteme, Middleware und Virtualisierung bedeute. Die Organisation
hatte die Befürchtung, dass CPTN könne das Patent-Portfolio
nutzen, um eine Drohkulisse gegen Open Source aufzubauen. Seinen
Antrag auf Zulassung hatte das Konsortium beim Bundeskartellamt
zunächst zurückgezogen.
CPTN ist seit dem 23.3. wieder auf der Liste der laufenden Zusammenschlussverfahren
gemeldet. Daraufhin habe das deutsche Kartellamt, so die OSI, bei
der Organisation um eine erneute Stellungnahme zu den geänderten
Bedingungen für den Zusammenschluss gebeten. Nach wie vor ist
die Open Source Initiative besorgt, dass die Patente aggressiv gegen
Open-Source-Software eingesetzt werden könnte, die mit den
Produkten von Apple, EMC, Microsoft und Oracle konkurriert.
(ez, hannover)
(siehe auch Heise
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