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Von einem DHCP-Server lässt sich der quelloffene DHCP-Client (dhclient) des Internet System Consortium (ISC) Befehle unterschieben, durch die ein Angreifer an Root-Rechte gelangen kann. Auf vielen Linux/Unix-Distributionen kommt der Client zum Einsatz. Die fehlende Filterung von Metadaten aus Feldern der Server-Antwort ist Ursache des Problems. Über manipulierte Hostnamen lassen sich damit je nach Betriebssystem und weiterer Verarbeitung Befehle an die Shell übergeben und ausführen. Jedoch ist ein unautorisierter oder kompromittierter DHCP-Server im LAN für einen erfolgreichen Angriff erforderlich.

Die Versionen 3.0.x bis 4.2.x des dhclient sind betroffen. Das ISC hat bereits ein Update bereitgestellt. Anwender können alternativ auch die Auswertung von Hostnamen deaktivieren oder dem Skript dhclient-script eine zusätzliche Zeile hinzufügen. Im Fehlerbericht des ISC findet sich dafür ein Anleitung.

Wie dhclient-script ist Sekundär auch das "X server resource database utility" (xrdb) des X.org-Server betroffen, da es ebenfalls die per DHCP übertragenen Hostnamen auswertet. Jedoch auch bei Verwendung des X Display Manager Control Protocol (XDMCP) können einem X.Org-Server manipulierte Hostnamen zum Verhängnis werden. Diese Lücken schließt ein Update auf xrdb 1.0.9. Die Linux-Distributoren Novell (SUSE) und Red Hat verteilen bereits neue Pakete.

(ez, hannover)

(siehe auch Heise News-Ticker :)

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