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Das der Portable C Compiler (pcc)
nun offenbar so stabil ist, dass er jetzt in der Version
1.0 erscheinen konnte, dürfte vor allem freie BSD-Systeme
freuen. Mittlerweile kompiliert pcc die meisten C-Anwendungen unter
Linux, nicht übersetzen lässt sich allerdings der Linux-Kernel.
Das besondere Interesse der OpenBSD-Entwickler liegt darin begründet,
dass sie den mit der BSD-Lizenz vertriebenen pcc gegen unter der
GPL stehenden GNU C Compiler (gcc) austauschen könnten. Nach
Meinung vieler Softwareentwickler gilt die BSD-Lizenz durch das
Fehlen einer Copyleft-Klausel im Vergleich zur GPL als liberalere
Lizenz für die Entwicklung auch kommerzieller Produkte.
Für die Anfang der 70er-Jahre entstandene Programmiersprache
C zählt der Portable C Compiler zu den ersten Compilern. Auch
wenn er nie die Weihen einer Version 1.0 erhielt, war er zu Anfang
der 1980er die Basis für die meisten C-Compiler, bevor er durch
den gcc ersetzt wurde. Seit 2007 erfährt die pcc-Entwicklung
nach Jahren des Stillstands eine Art Revival, als ein Team unter
Leitung von Anders Magnusson die Bemühungen wieder aufgenommen
hatte, den Compiler zur Umsetzung des C99-Standards umzuschreiben.
Über die Hälfte des Frontend-Codes und über 80 Prozent
des Backend sind dabei wohl laut Magnusson neu geschrieben worden.
Das wurde unter anderem durch Spenden über den BSD-Fund unterstützt.
Neben der BSD-Lizenzierung werden unter den Vorteilen des Compilers
seine Portierbarkeit, Verständlichkeit und eine schnelle Geschwindigkeit
genannt. Das er in zukünftigen Versionen unter anderen die
Programmiersprachen Fortran und C++ unterstützen soll ist auch
geplant. Vorrangig bedient der Compiler Intels i386 und AMD64 als
Rechnerarchitekturen. Es werden mit weniger Funktionen aber auch
andere unterstützt.
(ez, hannover)
(siehe auch Heise
News-Ticker :)
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