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Ein in eine Kontaktlinse eingebauter telemetrischer Sensor ermöglicht
es, den stark schwankenden und oft nachts erhöhten Augeninnendruck
bei Patienten kontinuierlich zu messen. Die medikamentöse Behandlung
des Grünen Stars lässt sich damit besser einstellen, schreibt
Technology Review in seiner aktuellen Ausgabe. Für Erblindungen
ist der Grüne Star der zweithäufigste Grund. Ein erhöhter
Augeninnendruck, der den Sehnerv schädigt, ist eine seiner
Hauptursachen.
Das vom Schweizer Unternehmen Sensimed
auf den Markt gebrachte Triggerfish genannte System, besteht aus
einer handelsüblichen Silikon-Hydrogel-Linse. Ein kreisförmiger
Dehnungsmessstreifen, eine Antenne und ein Mikroprozessor sind darin
eingebaut. Je nach Druckzunahme oder -abnahme in der Augenkammer,
erfasst das System kleinste Veränderungen der Augenwölbung.
Die Daten in Echtzeit werden bis zu 24 Stunden an eine externe Antenne
gefunkt und von dort weiter zum Empfänger geleitet, der wiederum
den Sensor über ein Radiofrequenzmodul mit Energie versorgt.
An einem noch kleineren Messgerät, einem implantierbaren
Minicomputer, arbeiten Forscher der Universität Michigan. Das
System von nur einem Kubikmillimeter Größe zieht Leistung
im Nanowatt-Bereich. Alle 15 Minuten misst ein Sensor den Augeninnendruck.
Das System erhält Strom über eine Solarzelle, die eine
eingebaute Batterie auflädt.
(ez, hannover)
(siehe auch Heise
News-Ticker :)
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