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Nach Angaben
des Herstellers lässt sich eine ungepatchte Lücke in Adobes
Flash Player ausnutzen, um Schadcode in ein System zu schleusen
und zu starten. Offenbar wurde die Lücke bereits aktiv bei
gezielten Angriffen ausgenutzt, wobei die Opfer allerdings nicht
auf eine präparierte Webseite gelockt wurden, sondern per Mail
ein infiziertes Excel-Dokument erhielten. Laut Adobe war darin als
Objekt eine präparierte swf-Datei eingebettet, die der Flash
Player beim Öffnen des Dokuments abspielte.
Der Flash Player ist in den jeweils aktuellen Versionen 10.x für
Windows, Mac, Linux, Android sowie das in Chrome eingebettete Flash-
Plug-in betroffen. Auch der Adobe Reader und Acrobat für Windows
und Mac sind jeweils in den Versionen 10.x und 9.x verwundbar. Jedoch
lässt sich der Fehler zumindest in der Windows-Version 10,
die auch als X bekannt ist, nicht zum Kompromittieren eines Systems
ausnutzen. Die Sandbox-Funktion verhindert Übergriffe von Schadcode
auf das Betriebssystem. Auch auf den Reader wurden bislang noch
keine Angriffe beobachtet.
Der bei den bisherigen Attacken benutzte Exploit läuft nach
Angaben von Kaspersky zwar unter Windows XP, aber dank der zusätzlichen
Sicherheitsfunktionen (DEP, ASLR) nicht unter Windows 7. Adobe will
Updates für den Flash Player, Reader und Acrobat ab dem 21.März
veröffentlichen. Da die Sandbox aus Sicht von Adobe erst mal
Schlimmeres verhindert, soll die Windows-Version des Reader X erst
Mitte Juni erscheinen.
(ez, hannover)
(siehe auch Heise
News-Ticker :)
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