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Offenbar sehen sich die Webbrowser-Hersteller unter einem wachsenden Druck, die Privatsphäre von Anwendern zu schützen. Jetzt hat Microsofts für den Internet Explorer zuständiger Vizepräsident Dean Hachamovitch in einem Blogbeitrag angekündigt, die im IE 9 eingebaute "Tracking Protection" beim W3C für die Integration in das kommende HTML 5 einzureichen. Die Funktion verwendet Listen von Webseiten deren Inhalte der Browser nur lädt, wenn der Anwender auf einen dorthin verweisenden Link klickt oder direkt die URL eingibt. Das Protokollieren des Benutzerverhaltens durch Werbetreibende soll damit verhindert werden.

Nach einer Veranstaltung der US-Verbraucherschutzbehörde (FTC) mit Wissenschaftlern und Browser-Herstellern kündigte Microsoft diesen Schritt an. Ende vorigen Jahres hatte die FTC einen Bericht zum Schutz der Privatsphäre im Internet veröffentlicht, in dem sie einen im Browser verankerten Mechanismus namens "Do Not Call" vorschlägt, ohne sich zu Implementierungsdetails zu äußern.

Tracking-Protection-Listen hält Hachamovitch anderen Modellen für überlegen, denn sie nützten Anwendern selbst dann, wenn Websites deren Einstellungen nicht respektierten. Offenbar soll dies dadurch gewährleistet sein, dass der Browser anhand der Listen selbst entscheidet, welchen URLs er folgt. Die Entwickler von Firefox und Chrome setzen auf anonyme Cookies beziehungsweise auf einen neuen HTTP-Header. Websites soll damit signalisiert werden, das Surf-Verhalten ihrer Besucher nicht zu speichern.

(ez, hannover)

(siehe auch Heise News-Ticker :)

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